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Was ist eigentlich dieses Gassi und wie macht man das "richtig"?

Gassi gehen und den Hund ausreichend zu beschäftigen ist wichtig, um die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes zu fördern. Es ist wichtig, dass der Hund genug Bewegung bekommt und geistig ausgelastet wird, um Verhaltensprobleme zu vermeiden.



Hier sind einige Tipps, wie du richtig mit deinem Hund Gassi gehst und ihn beschäftigst:

  1. Plane täglich mindestens einen längeren Spaziergang ein: Je nach Rasse, Größe und Alter deines Hundes solltest du mindestens einen längeren Spaziergang pro Tag einplanen. Dies ist wichtig, um seine körperliche und geistige Fitness zu fördern.

  2. Versuche Abwechslung in die Spaziergänge zu bringen: Abwechslung hält den Spaziergang interessant und fördert die geistige Auslastung deines Hundes. Versuche unterschiedliche Wege zu gehen, unterschiedliches Gelände zu erkunden und unterschiedliche Beschäftigungen wie Apportieren oder Schnüffelspiele einzubauen.

  3. Nutze die Umgebung: Nutze die Umgebung, in der du mit deinem Hund spazieren gehst, um ihn zu beschäftigen. Lass ihn zum Beispiel an Bäumen schnüffeln oder im Wasser planschen.

  4. Verwende das Gassi gehen auch zur Ausbildung: Fordere deinen Hund auf, bestimmte Kommandos auszuführen und belohne ihn für richtiges Verhalten.

  5. Setze dir Zeitlimits: Setze dir Zeitlimits, wie lange du mit deinem Hund Gassi gehst. Ein zu langer Spaziergang kann deinen Hund erschöpfen und ihm das Interesse an weiteren Aktivitäten nehmen.

  6. Spiele mit deinem Hund: Spiele mit deinem Hund, wenn du draussen oder auch zu Hause bist. Es gibt viele verschiedene Arten von interaktiven Spielen und Puzzles, die du verwenden kannst, um deinen Hund zu beschäftigen und seine geistigen Fähigkeiten zu fördern.

  7. Beteilige ihn an Aktivitäten: Beteilige deinen Hund an Aktivitäten, die du und er gerne macht, wie zum Beispiel Wandern oder Joggen. Achte dabei darauf, deinen Hund nicht zu überfordern! Insbesondere Welpen und Junghunde sollten noch nicht sportlich aktiv werden.


Ein paar konkrete Ideen für euch:

  • Wie wäre es, wenn du mit deinem Hund Suchspiele spielst? Verstecke Leckerlis oder Spielzeug im Gebüsch oder zwischen Blättern und lass deinen Hund suchen und schnüffeln. Das hält ihn aktiv und fördert seine geistige Stimulation.

  • Du könntest auch Agility-Übungen ausprobieren, indem du natürliche Hindernisse wie Baumstämme, Bänke oder Felsen nutzt, um einen Mini-Parcours aufzubauen, den dein Hund überwinden muss. Das macht Spaß und trainiert gleichzeitig seine Geschicklichkeit.

  • Apportierspiele sind auch immer eine tolle Idee. Wirf einen Ball oder ein Spielzeug, das dein Hund gerne mag, und lass ihn es zurückbringen. Das fördert die körperliche Fitness und den Spieltrieb. Dabei ist es wichtig, dass dein Hund nicht nur stumpf dem Gegenstand hinterher rennt! Lasse deinen Hund absitzen und schicke ihn erst los nachdem du den Gegenstand geworfen hast, so trainierst du gleichzeitig die Impulskontrolle!

  • Wie wäre es mit Schnüffelspielen? Lege eine spannende Schnüffelspur aus Keksen oder Wurstwasser für deinen Hund und lass ihn die Spur auf eigene Faust entdecken. Auch das ist eine tolle Möglichkeit, die geistige Stimulation deines Hundes zu fördern.

  • Beobachtungsspiele können ebenfalls Spaß machen und Ruhe trainieren. Setz dich gemeinsam mit deinem Hund auf eine Bank oder leg dich in die Wiese und beobachtet gemeinsam die Umgebung.

  • Wie wäre es, wenn du die Zeit beim Spaziergang nutzt, um deinem Hund neue Tricks beizubringen oder bereits erlernte zu festigen? Das fördert die Bindung zwischen euch und gibt deinem Hund gleichzeitig eine mentale Herausforderung.

  • Denke auch daran, die Sozialisation deines Hundes zu fördern. Lass ihn auf andere Hunde und Menschen treffen, um ihn zu sozialisieren. Das hilft ihm, Vertrauen aufzubauen und Ängste abzubauen. Achte dabei immer darauf, dass die Begegnungen freundlich und respektvoll ablaufen und weniger ist in diesem Fall definitiv mehr!


Für sehr aufgeregte oder ängstliche Hunde empfehlen wir einen Inselspaziergang.

Einigen Hunden gibt eine gewisse Regelmäßigkeit und Vorhersehbarkeit während des Spaziergangs ein Gefühl von Sicherheit und Ausgeglichenheit. Besonders für Hunde, die sehr aufgeregt, unsicher oder ängstlich sind, kann ein ritualisierter Spaziergang eine wohltuende Wirkung haben. Es ist empfehlenswert, den Spaziergang ruhig zu beginnen, um eine entspannte Grundstimmung zu schaffen. Während des Spaziergangs sollte der Hund auch die Möglichkeit haben, in seine eigene Welt abzutauchen. An ausgewählten Stellen auf der bevorzugten Route können dann Entspannungsphasen oder aktive Beschäftigungen wie das Klettern über Baumstämme, das Spielen mit einem Ball, die Suche nach Leckerlis oder Dummyarbeit eingebaut werden. Durch diese Struktur kann der Hund vorhersehen, was als nächstes - also an der nächsten Insel - passiert, wodurch er sich sicherer fühlt. Vor der Rückkehr nach Hause sollte der Spaziergang wieder beruhigend ausklingen, um das Erlebnis entspannt zu beenden.



Auch unsere Reflektionskarten könnt ihr ganz wunderbar in einen entschleunigten Spaziergang einbauen, sucht euch dazu eine sehr ruhige Gassistrecke aus, an der ihr zwischendurch auch eine Pause einlegen könnt. Nähere Informationen findet ihr hier.

Es ist wichtig, dass dein Hund täglich ausreichend Bewegung und geistige Auslastung bekommt, um gesund und glücklich zu bleiben. Indem du Abwechslung in die Spaziergänge bringst, deinen Hund beim Gassi gehen ausbildest und ihn zu Hause beschäftigst, kannst du dafür sorgen, dass er ausgelastet und zufrieden ist. Wenn du Schwierigkeiten hast, deinen Hund ausreichend zu beschäftigen, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um das beste Ergebnis zu erzielen und einen Grundstein für euer harmonisches Zusammenleben zu legen.

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