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Erste Hilfe beim Hund - ein Überblick

In diesem Beitrag möchten wir dir Tipps zur Ersten Hilfe beim Hund geben, damit du in einer Notsituation richtig handeln kannst.

Als Hundebesitzer solltest du immer darauf vorbereitet sein, deinem Hund im Notfall zu helfen. Hier sind einige wichtige Schritte, die du beachten solltest:

  1. Beruhige deinen Hund: Wenn dein Hund verletzt oder krank ist, kann er sehr gestresst und ängstlich sein. Beruhige ihn, indem du ihm in ruhigem Ton sprichst und ihn streichelst.

  2. Überprüfe den Zustand deines Hundes: Stelle sicher, dass er atmet und einen normalen Puls hat. Überprüfe auch, ob er blutet oder offensichtliche Verletzungen hat.

  3. Ruf einen Tierarzt an: Wenn dein Hund schwer verletzt ist oder Anzeichen einer schweren Krankheit zeigt, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Notiere dir die Telefonnummer des Tierarztes im Voraus, damit du sie im Notfall zur Hand hast.

  4. Verbinde Wunden: Wenn dein Hund eine offene Wunde hat, kannst du sie mit einem sterilen Verband oder einem sauberen, trockenen Tuch abdecken. Drücke fest auf die Wunde oder lege einen Druckverband an, um die Blutung zu stoppen.

  5. Kühlung bei Verletzungen: Wenn dein Hund eine Verletzung hat, die Schwellungen verursacht, kannst du eine Kühlkompresse oder ein kaltes Tuch auf die betroffene Stelle legen.

  6. Giftige Substanzen: Wenn dein Hund etwas Giftiges gefressen hat, rufe sofort den Tierarzt an. Versuche nicht, ihn zum Erbrechen zu bringen, es sei denn, der Tierarzt rät dazu.

Denke daran, immer ruhig und vorsichtig zu sein, wenn du deinem Hund hilfst, und rufe je nach Situation einen Tierarzt an! Erste Hilfe Maßnahmen haben oft zum Ziel, die Folgen von verschiedenen Verletzungen, etc. zu mildern, ersetzen aber in der Regel nicht den Besuch beim Tierarzt (außer bei kleineren Verletzungen).


Die Überprüfung der Vitalzeichen von Hunden ist eine wichtige Fähigkeit, die jeder Hundebesitzer beherrschen sollte. Hier sind die grundlegenden Schritte, um die Vitalzeichen deines Hundes zu überprüfen:

  1. Atmung: Beobachte, wie dein Hund atmet, indem du seine Brust oder seinen Bauch ansiehst, während er schläft oder ruht. Eine normale Atmung bei einem Hund sollte zwischen 10 und 30 Atemzügen pro Minute liegen.

  2. Herzfrequenz: Um die Herzfrequenz deines Hundes zu überprüfen, lege deine Hand auf seine Brust oder seinen Hals, direkt hinter den Vorderbeinen. Zähle die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Eine normale Herzfrequenz bei einem Hund liegt zwischen 60 und 140 Schlägen pro Minute, abhängig von Alter, Größe und Fitness.

  3. Körpertemperatur: Verwende ein digitales Thermometer, um die Körpertemperatur deines Hundes zu messen. Führe das Thermometer vorsichtig in den After deines Hundes ein und lasse es etwa eine Minute lang drin. Eine normale Körpertemperatur bei einem Hund liegt zwischen 38,0 und 39,0 Grad Celsius.

Wenn du die Vitalzeichen deines Hundes überprüfst, solltest du darauf achten, dass er sich entspannt und wohl fühlt. Vermeide es, deinen Hund während dieser Prozedur zu verängstigen oder zu beunruhigen.


Für den Sommer:

Ein Hitzeschlag bei Hunden ist eine ernste Angelegenheit und kann in manchen Fällen sogar tödlich sein. Hier sind einige wichtige Erste Hilfe Maßnahmen, die du ergreifen solltest, wenn dein Hund einen Hitzeschlag erleidet:

  1. Bring deinen Hund an einen kühlen Ort: Wenn du einen Hitzeschlag vermutest, solltest du deinen Hund sofort an einen kühlen, schattigen Ort bringen. Vermeide es, ihn in einem geschlossenen Raum zu lassen oder ihn auf einer heißen Oberfläche liegen zu lassen.

  2. Kühlung: Beginne damit, deinen Hund zu kühlen, indem du langsam seine Pfoten kühlst oder ein feuchtes Tuch unter ihn legst. Wichtig ist, dass du kein eiskaltes Wasser verwendest, da dies zu weiterem Schock führen kann.

  3. Trinken: Stelle sicher, dass dein Hund genug zu trinken hat, indem du ihm in kleinen Mengen Wasser gibst. Es ist jedoch wichtig, dass du darauf achtest, dass er nicht zu viel auf einmal trinkt.

  4. Tierarzt aufsuchen: Wenn dein Hund Anzeichen eines Hitzeschlags zeigt, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Ein Hitzeschlag kann zu irreversiblen Schäden oder sogar zum Tod führen, wenn er nicht schnell behandelt wird.

Symptome, die auf einen Hitzeschlag bei Hunden hinweisen können, sind unter anderem hecheln, Überhitzung, Schwäche, Desorientierung und sogar Ohnmacht. Wenn du diese Anzeichen bei deinem Hund bemerkst, solltest du schnell handeln.


Für den Winter:

Eine Unterkühlung beim Hund kann auftreten, wenn er längere Zeit in kaltem Wasser schwimmt oder bei kaltem Wetter im Freien ist. Es ist wichtig, dass du als Hundebesitzer die Anzeichen einer Unterkühlung erkennst und schnell handelst. Hier sind einige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unterkühlung beim Hund:

  1. Sofortige Erwärmung: Wenn dein Hund unterkühlt ist, solltest du ihn sofort an einen warmen Ort bringen und ihn mit einer Decke oder einem Handtuch einwickeln, um ihn zu wärmen.

  2. Trockenreiben: Du kannst deinen Hund auch mit einem Handtuch trockenreiben, um ihn zu erwärmen. Stelle sicher, dass du ihn sanft abreibst und vermeide es, ihn zu rauh abzutrocknen.

  3. Körperkontakt: Wenn möglich, solltest du deinen Hund nahe bei dir halten und ihn mit deinem eigenen Körper erwärmen. Du kannst ihn auch mit deiner Körperwärme erwärmen, indem du ihn in eine Decke einwickelst und eng an deinem Körper hältst.

  4. Warme Flüssigkeiten: Du kannst deinem Hund warme Flüssigkeiten anbieten, um ihn von innen heraus zu erwärmen. Achte jedoch darauf, dass die Flüssigkeit nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.

  5. Kontakt zum Tierarzt aufnehmen: Wenn dein Hund unterkühlt ist, solltest du sofort deinen Tierarzt kontaktieren. Eine Unterkühlung kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, und eine schnelle Behandlung ist entscheidend.

Wenn dein Hund unterkühlt ist, solltest du schnell handeln, um sein Leben zu retten. Mit schnellen Erste-Hilfe-Maßnahmen und der rechtzeitigen Hilfe eines Tierarztes kann dein Hund schnell wieder gesund werden.

Verletzungen:

Wenn dein Hund verletzt ist, ist es wichtig, dass du schnell handelst, um die Wunde zu behandeln und deinem Hund Schmerzlinderung zu bieten. Hier sind einige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verletzungen beim Hund:

  1. Stabilisierung des Hundes: Wenn dein Hund verletzt ist, solltest du ihn ruhigstellen und ihn daran hindern, die Wunde zu lecken oder zu kratzen. Wenn nötig, solltest du ihm einen Maulkorb oder eine Maulschlaufe anlegen, um dich selbst und deinen Hund zu schützen.

  2. Reinigung der Wunde: Reinige die Wunde mit klarem Wasser oder einer verdünnten antiseptischen Lösung, um Schmutz und Bakterien zu entfernen. Vermeide es, die Wunde mit Alkohol oder Wasserstoffperoxid zu reinigen, da dies das Gewebe schädigen kann.

  3. Druckverband: Wenn die Wunde stark blutet, solltest du einen Druckverband anlegen, um die Blutung zu stoppen. Lege eine sterile Kompresse auf die Wunde und umwickle sie mit einem sauberen Tuch oder einer Binde. Achte darauf, dass der Druckverband fest, aber nicht zu eng ist.

  4. Schmerzlinderung: Wenn dein Hund Schmerzen hat, kannst du ihm eine Schmerzlinderung geben, aber nur, wenn es vom Tierarzt empfohlen wurde. Vermeide es, deinem Hund Schmerzmittel zu geben, die für den menschlichen Gebrauch bestimmt sind, da sie giftig sein können.

  5. Kontakt zum Tierarzt aufnehmen: Wenn dein Hund verletzt ist, solltest du sofort deinen Tierarzt kontaktieren. Eine Wunde kann zu einer Infektion führen, und eine schnelle Behandlung ist entscheidend, um die Heilung zu fördern.

Wenn dein Hund verletzt ist, solltest du schnell handeln, um ihm Erste Hilfe zu leisten und ihn vor weiteren Schäden zu schützen.


Bewusstlosigkeit:

Wenn dein Hund bewusstlos ist, musst du schnell handeln, um ihm Erste Hilfe zu leisten und sein Leben zu retten. Hier sind einige Erste-Hilfe-Maßnahmen, die du bei bewusstlosen Hunden ergreifen kannst:

  1. Überprüfen der Vitalfunktionen: Überprüfe sofort, ob dein Hund noch atmet und ob sein Herz schlägt. Dazu solltest du dich auf den Boden knien und dein Ohr direkt über seine Nase und seinen Mund halten, um seine Atembewegungen zu hören und zu fühlen. Dann solltest du deine Hand auf seine Brust legen, um seinen Herzschlag zu spüren. Wenn dein Hund nicht atmet oder kein Herzschlag zu spüren ist, musst du sofort mit der Wiederbelebung beginnen.

  2. Beatmung und Herzdruckmassage: Wenn dein Hund nicht atmet oder keinen Herzschlag hat, musst du umgehend mit der Beatmung und der Herzdruckmassage beginnen. Hierbei solltest du deinen Hund auf die Seite legen und mit der Beatmung beginnen. Dazu solltest du seinen Kopf zurückneigen und seinen Mund öffnen, um zu prüfen, ob Fremdkörper den Luftweg blockieren. Wenn der Luftweg frei ist, solltest du den Mund deines Hundes verschließen und in seine Nase blasen, um seine Lungen mit Luft zu füllen. Wiederhole diesen Vorgang alle 4-6 Sekunden, bis der Hund wieder zu atmen beginnt oder der Tierarzt eintrifft. Wenn der Herzschlag ebenfalls aussetzt, solltest du die Herzdruckmassage durchführen, indem du den Brustkorb deines Hundes kräftig und rhythmisch drückst.

  3. Transport zum Tierarzt: Nach erfolgreicher Wiederbelebung oder wenn dein Hund wieder bei Bewusstsein ist, solltest du ihn schnellstmöglich zu einem Tierarzt bringen. Auch wenn dein Hund wieder zu atmen oder sein Herz zu schlagen beginnt, ist es wichtig, dass ein Tierarzt eine gründliche Untersuchung durchführt, um festzustellen, ob weitere Behandlungen notwendig sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wiederbelebung von bewusstlosen Hunden ein kritischer Vorgang ist, der schnell und entschlossen durchgeführt werden muss, um das Überleben des Hundes zu gewährleisten. Wenn du unsicher bist oder nicht sicher bist, wie du die Wiederbelebung durchführen sollst, solltest du sofort einen Tierarzt kontaktieren oder einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde besuchen.


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